Die Geschichte des Puppentheaters

Autor: Raphael | veröffentlicht am: 29. Jänner 2022

Seit vielen Jahren erfreuen sich Klein und Groß, sowie Alt und Jung am Puppentheater. Ganz zentral ist natürlich die Rolle des Kasperls. Aber nicht jedes Puppentheater ist gleich Kasperltheater! Woher kommt eigentlich das Puppentheater? Und wer hat den Kasperl erfunden? Fragen über Fragen… Hier findet ihr die Antworten!

Woher kommt das Puppentheater?

Puppentheater gibt es auf der ganzen Welt. Man findet kaum ein Land, in dem nicht mit Puppen gespielt wird. Doch woher das Figurentheater ursprünglich stammt, das weiß man leider nicht so genau. Hieroglyphen und Zeichnungen in Höhlen stellen schon erste Szenenbilder mit Figuren dar. Ob da schon Puppentheater gespielt wurde oder ob dies nur Zeichnungen waren, ist ungewiss. Was wir aber bestimmt wissen ist, dass die Griechen bereits erste marionettenartige Gliederpuppen gebaut haben. Auch bei den Ägyptern gab es schon Puppenspieler, die sich mit ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt verdient haben. In China wurden Puppentheaterstücke in Kaiserpalästen aufgeführt, dort kamen vor allem Stockpuppen zum Einsatz. Im Mittelalter zogen dann Puppenspieler durch die Dörfer und spielten auf Marktplätzen.

Wer hat den Kasperl erfunden?

Wie kam also der Kasperl ins Puppentheater? Nun, zu allererst muss man sagen, dass die Figur des Kasperls vom „Hans Wurst“ abstammt. Diese Figur war allerdings überhaupt nicht für Kinder gedacht. Hans Wurst war derb, hat geschimpft und geflucht – er war eher ein Unterhalter für Erwachsene. Johann Laroche machte dann irgendwann zwischen 1781 und 1794 – das weiß man nicht so genau – aus dem Hans Wurst den Kasperl. Erst mehrere Jahre später wanderte die Kasperlfigur von der Menschen- auf die Puppenbühne. Seit dieser Zeit findet man den Kasperl nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Ländern. In England heißt er „Mr. Punch“, in Italien „Pulcinella“ und in Deutschland „Kasper“ oder „Kasperle“.

Wie kam der Kasperl ins Fernsehen?

1957 war es dann soweit: Der Kasperl kam ins Fernsehen. Krawuzi Kapuzi! Hans und Marianne Kraus brachten Kasperl und Pezi, sowie den Drachen Dagobert in den ORF und erfreuten sich großer Beliebtheit. Künstlerische Leiterin ist heute Alexandra Filla, welche seit dem Tod von Marianne Kraus, dem Pezi ihre Stimme leiht. Als zweite Fernseh-Kasperlbühne gesellte sich Wolfgang Kindler mit Kasperl und Strolchi dazu. Mittlerweile leiten seine Frau Hertha Kindler und seine Tochter Bernadette Kindler die Bühne. Arminio Rothstein alias Clown Habakuk brachte 1971 Clown Habakuks Puppenzirkus in den ORF. Seine Witwe Christine leitet bis heute das Theater rund um Kasperl und Buffi, sowie den bösen Zauberer Tintifax. Auch die Abenteuer von Kasperl und Hopsi, gegründet vom leider bereits verstorbenen Rudolf Watzinger, waren bei allen Kindern sehr beliebt. 1989 gesellte sich noch Stefan Gaugusch mit seiner Puppenbühne Kasperl & Co. hinzu. Aus seiner Werkstätte stammen nicht nur Kasperl, Sepperl und die Großmutti, sondern unter anderem auch die freche Ratte Rolf Rüdiger.

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